🍀RUMÄNIENREISE TAG 9 ++ ZIEL ERREICHT ++ HÜTTEN GERETTET ++ FAHRT ZUR TIERKLINIK ++ ABSCHIED🍀

Liebe Glücksfellchen-Freunde,

wir sind am Ende unserer Reise und auch unserer Kräfte angekommen.

Eine letzte Runde durch „unser“ Shelter, das nun ein bisschen besser ausgestattet ist, als vor unserem Arbeitsantritt.
Wir möchten alle noch einmal sehen und auf Wiedersehen sagen. Doch das haben wir natürlich nicht den ganzen Tag gemacht.
Stolz wie Bolle sind unsere lieben Helfer, weil der Aufenthalts-/Quarantäneraum zwar mit Verzug, aber pünktlich zur Abreise fertig geworden ist.
Eine absolut starke Leistung.

Der Entwurf der Konsrtuktionen und die Anpassung der Bauten an die gegeben nicht gerade optimalen Zustände haben wirklich funktioniert.
Eine wirklich gigantische Leistung. Wir sind so stolz auf uns und alle, die das möglich gemacht haben.
Es ändert zwar nichts am Grundzustand der ehemaligen Viehmastanlage, aber es wird helfen, den Winter zu überstehen, bis wir hoffentlich mit dem neuen Shelter soweit sind, dass wir umziehen können.
Doch dieser Wunsch ist so weit entfernt, weil wir einfach das Geld dafür nich zusammenbekommen.

Desweiteren war der heutige Tag eine Bewährungsprobe für uns.
Ab mittags haben wir uns allein um den Ablauf des Shelters gekümmert.
Viorel, unserer „Hundepapa“ musste zum Arzt, da er schon seit längerem Schmerzen in der Schulter hat und er wurde natürlich von seiner Ehefrau Nela begleitet.
Claudia hat sich am Mittag mit zwei Hunden auf den weiten Weg in eine sehr gute, aber 180km entfernte Tierklinik gemacht. Durch die Kaparten und ohne Autobahnen, dauert eine Strecke 5 Std.
Es war Wahnsinn, an was alles gedacht werden musste. Manche Hunde brauchen Medikamente und das Säubern, Füttern und Wasser auffüllen zieht sich über den ganzen Tag. Besondere Pflege brauchen dann auch die Welpen.

Es war eine gute Erfahrung, einmal in diese Rolle zu schlüpfen und die Verantwortung für die etwa 160 Hunde im Shelter zu tragen.
Mit dieser Menge ist die Kapazität des Shelters erschöpft und deswegen haben wir die restlichen Hunde bei unseren rumänischen Tierschützern untergebracht.

Wir haben noch viel „Kleinkram“ erledigt.

Etwa 10 Hundehütten haben wir noch repariert und damit vor dem Verfall gerettet. Wir haben einfach fehlende Bretter ersetzt und die Hütten neu stabilisiert.
Auf dem Gelände stand schon sehr lange ein riesiger Baumstumpf, der den darunterliegenden abfluss verstopft hat. Mit hohem Körpereinsatz haben wir ihn abgesägt.
Wir hatten sogar noch genug Zeit, um das gesamte Außengelände von Abfällen und Müll zu befreien.
Dabei ahben wir entdeckt, dass wir dringend stabiles Hundespielzeug brauchen, denn die Hunde brauchen Beschäftigung. Sie suchen sich alles Mögliche und das Resultat ist, dass überall Müll und zerpflückte Plastikteile und Folie herrumliegen. Die Hunde mopsen sich alles, was interessant aussieht.

Das sollte unsere letzte Aufgabe sein, denn wir haben immerhin einen 120-Liter-Sack mit dem Plastikmüll befüllt. Auch unsere Hunde zeigten uns, dass  es Zeit für Feierabend ist. Sie kamen zur Ruhe und wir genossen noch für eine Weile ihre Nähe.
Wir lagen gemeinsam auf dem Boden und kuschelten noch mal ganz ausgiebig.
Jetzt am letzten Abend kamen sogar die ängstlicheren Hunde zu uns und suchten unsere Nähe.
Um so trauriger sind wir jetzt, gehen zu müssen.
Doch der Himmel schenkte uns zum Abschied ein wundervolles Farbenspiel mit einem traumhaften Sonnenuntergang.
Morgen früh werden wir unsere Sachen packen und uns noch von Claudia und den Hunden, die bei ihr zuhause sind verabschieden.
Und dann machen wir uns schweren Herzens auf den langen Weg nach Bukarest zum Flughafen.

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