FEBRUAR 2017 – UNSERE REISE NACH TARGU JIU – EINE REISE DES ELENDS – Tag 1

Zuerst fahren wir mit Odin zum Tierarzt.
Er ist völlig unterernährt und hat den Darm voller Würmer.
Wir sind regelrecht geschockt darüber, wie so ein kleiner Hund dermaßen verwurmt sein kann.
Mit gemischten Gefühlen machen wir uns auf ins Shelter. Natürlich wissen wir in Deutschland immer, was los ist in Rumänien, denn wir stehen in ständigem Kontakt zu unseren rumänischen Kollegen. Trotzdem ist es uns immer mulmig zumute, weil dieses Shelter eigentlich nicht optimal ist für die Hunde und immer irgendetwas Unvorhergesehenes passiert.
Odin ist bei uns und auf dem Weg sehen wir, dass die Zahl der Streuner wieder größer geworden ist. Oder kommt es uns nur so vor, weil sie alle näher ans Shelter rücken?

 Wir haben ja auch außerhalb Fressstellen und vielleicht lockt es sie gerade im Winter stärker an.
Odin macht sein erstes Häufchen, kaum, dass wir angekommen sind und es besteht nur aus Würmern. Glücklicherweise sind alle Hunde im Shelter entwurmt. Gar nicht auszudenken, was passieren würde, wenn wir einen dermaßen verwurmten Hund mit hineinbrächten und die Hunde wären nicht geschützt.
Immer wieder sind wir erschrocken, in welch desolatem Zustand sich das Shelter befindet. Aus der Ferne verklärt sich manchmal der Blick, aber jetzt vor Ort und noch dazu im Winter fallen sofort alle Missstände ins Auge.
Vieles ist kaputt, der ganze Müll, teilweise mit Asbest versetzt, liegt immer noch in der hintersten Ecke, weil unsere Tierschützer es einfach nicht schaffen, das auch noch wegzuschaffen.
Es ist einfach zu viel.

Im Vordergrund stehen die Hunde und wir konnten gleich feststellen, dass es ihnen, unter diesen Umständen, gut geht. Sie waren freundlich, aufgeschlossen und wir konnten schnell genug alle begrüßen.
Und wieder hatten wir ein zusammengeschnurrtes Herz, weil wir nicht auf der Stelle für jeden von ihnen einen Adoptanten haben.

Da hoffen wir sehr auf unsere Glücksfellchen-Freunde.

Häufchen Nummer zwei von Odin ist wieder mit Würmen durchsetzt.

Anschließend machen wir uns auf den Weg in die Welpenstube.
Unsere wunderbare Claudia hat bei sich Zuhause fast alle Welpen aufgenommen, die sie und ihre Kollegen im Laufe des Winters gefunden haben. Sie waren teilweise so klein, dass sie noch mit der Flasche aufgezogen werden mussten.
Hier geht uns das Herz auf, denn es ist ein einziges Gewimmel und Gewusel. Ein Quell der Freude.
Wir setzen uns mit Claudia zusammen und versuchen, den Tag ein wenig zu planen.
Fotos wollen wir machen und Videos. Besonders schöne, damit unsere Interessenten in Deutschland sich schnell in unsere Lieblinge verlieben und sie nach Hause holen.

Geplant sind auch umfangreiche Reinigungsarbeiten und die ein oder andere Reparatur.
Ob alles so kommt, wie wir es planen?

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