Februar 2017 – UNSERE REISE NACH TARGU JIU – EINE REISE DES ELENDS – Tag 2

Schlimme Nachrichten, drei Welpen sind krank, Claudia ist in der Tierklinik und wir hoffen, dass ihnen dort geholfen wird.Entsprechend niedergeschlagen machen wir uns an die Arbeit, müde sind wir auch, denn Odin hat uns auch in der Nacht auf Trapp gehalten. Anscheinend findet er Menschen so toll, dass er auch nachts spielen will.

Es regnet und alles ist grau in grau. Das passt zu unserer trüben Stimmung und immer wieder schauen wir auf unsere Smartphones, ob es etwas Neues gibt.

Wir räumen auf und schieben hin und her, aber so richtig „kommen wir nicht in die Pötte“.
Das Wetter hindert uns auch daran, da wir kaum etwas nach draußen bringen können, ohne selber durchnässt zu werden.

Schweigend arbeiten wir und nachdenklich.
Wäre alles einfacher, wenn wir ein richtiges Tierheim hätten? Eines aus Steinen und Ziegeln, mit Türen, die richtig schließen, mit Boxen für die Hunde? Einem tollen Auslauf? Mit einem richtigen Dach und Fenstern, die nichts mehr durchlassen, wenn sie geschlossen sind? Räume mit Heizungen, Isolierstationen, Quarantäneabteilungen und einer Küche?
Nicht so etwas wie das hier. Eine ehemalige Schweinezuchtanlage!

Bestimmt wäre es einfacher.

Als hätten wir uns abgesprochen, hören wir auf zu träumen und gehen zu den Hunden.
Sich um sie zu kümmern, macht uns mehr Freude, obwohl wir wissen, dass wir nun am nächsten Tag doppelt so schnell oder doppelt so viel zu arbeiten haben.

Wir hocken uns zwischen unsere Fellnasen und genießen die Aufmerksamkeit. Sich in dem weichen Pelz zu vergraben, angesprungen und bedrängt zu werden, öffnet unsere Seelen und tut auch den Hunden gut.
Wir können sogar lachen.
Erstaunlich ist doch, dass selbst die Hunde, die anfänglich sehr skeptisch sind und extrem zurückhaltend, sich von der allgemeinen Stimmung anstecken lassen und am Ende auch in dem Pulk der zu knuddelnden Hunde herumtoben.

Keine Nachricht aus der Klinik.

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