FEBRUAR 2017 – UNSERE REISE NACH TARGU JIU – EINE REISE DES ELENDS – Tag 3

In den frühen Morgenstunden erhalten wir eine schlimme Nachricht aus der Klinik.
Eines unserer kleinen Welpenmädchen hat es nicht geschafft.
Sie ist in der Nacht gestorben.
Die anderen beiden sind noch nicht „über den Berg“, wir können nur hoffen.
An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Wir sitzen und weinen.

Ein paar Stunden später muss es weitergehen und wir sind mit Odin wieder beim Tierarzt, damit er seine tägliche Spritze bekommt, die hoffentlich sein Immunsystem aufbaut und ihm hilft, auf die Beine zu kommen.

Heute müssen wir die Ärmel hochkrempeln und nachholen, was wir gestern nicht geschafft haben. Wir sind unendlich traurig, doch unsere Zeit hier ist so knapp, dass wir uns nicht schon wieder hängenlassen dürfen.
Sechs Hunde, die in einem beengten „Zwinger“ sitzen (das sind abgetrennte Bereiche in der riesigen Halle, damit sich die Hunde mal zurückziehen können. Leider haben wir dort keine Wände und dadurch auch keine einzelnen Parzellen), brauchen unbedingt mehr Platz.
Deshalb trennen wir heute einen größeren Bereich für sie ab, in dem sie auch ein bisschen laufen können.

Die Hundehütten haben wir auch in dieses Gehege gestellt, damit sie sich sofort wieder wohlfühlen können.
Allerdings erschien uns gleich die erste besonders schwer. Als wir sie absetzten, rumorte es in ihrem Inneren und herausspaziert kam Murphy.
Der Herr hat sich in seiner Sänfte tragen lassen.
Trotz der Trauer haben wir herzlich gelacht. Ihn hat es nicht weiter beeindruckt 🙂
Den ganzen Tag über stellen wir immer wieder fest, wie wichtig es ist, von Rumänien nach Deutschland und zurück Hand in Hand zu arbeiten.
Unsere Aufenthalte hier sorgen immer wieder dafür, dass wir als Team weiter zusammenwachsen.

So ganz allmählich kristallisiert sich hier ein Leitsatz heraus:

Glücksfellchen Tierhilfe: Alles für die Hunde, nichts für uns.

 

 

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