Februar 2017 – UNSERE REISE NACH TARGU JIU – EINE REISE INS ELEND – Tag 4

Entwarnung aus der Klinik. Unsere beiden Welpenmädchen sind stabil. Wir sind unglaublich erleichtert und drücken ganz fest die Daumen, dass sie bald wieder ganz gesund sind.
Es regnet, zwischendurch schneit es. Die Kälte und die Feuchtigkeit ziehen in unsere Knochen und durch das Shelter.
Egal, wir müssen einen weiteren Auslauf abgrenzen, damit die Hunde genug Bewegung bekommen.
Das bedeutet für den heutigen Tag: Schutt, Dreck, Müll wegräumen und auf die anderen Müllberge packen. Muss aber sein, weil wir einen zusätzlichen Zaun mit Tor bauen müssen und weil der Schutt zwei Halleneingänge versperrt.
Auf in den Baumarkt. Wir kaufen das, was wir immer kaufen: Wellplatten und Zaun von der Rolle. Noch ein paar dringend benötigte Kleinigkeiten und ab zurück ins Shelter. Als wir die Sachen ins Auto laden, wird uns wieder bewusst, dass alles irgendwie provisorisch ist. Es ist für die Hunde immer noch besser, als auf der Straße zu leben und im Sommer kommt es einem gar nicht so schlimm vor. Vielleicht hängt das trübe Wetter auch damit zusammen.


 Es kommt wie es kommen muss, auf dem Rückweg muckt das Auto, obwohl es gerade in der Werkstatt war. Also sind wir rechts ran gefahren und warten nun nach unserem Anruf, dass jemand von der Werkstatt kommt und den Wagen wieder flott macht.
Auf dem Grundstück, vor dem wir parken, sehen wir einen angeket
teten Hund, der so stark hustet, dass er sich schleimig erbricht. Wir empfinden Hass, ohnmächtige Wut und den Wunsch, einfach den Hund mitzunehmen. Es ist entsetzlich. Wir können diese Situation kaum ertragen.
Fast kann man sagen, „glücklicherweise“ kommt niemand von der Werkstatt, aber wir können da weg und zuckeln im Schritttempo ins Shelter. Ausgestanden ist unsere Seelenpein aber noch nicht. Am Straßenrand liegt ein toter Hund, ein weiterer frisst an ihm herum.
Das Entsetzen packt uns und wir brechen in Tränen aus.
Weinend kommen wir im Shelter an und stürzen uns in die Arbeit.

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