FEBRUAR 2017 – UNSERE REISE NACH TARGU JIU – EINE REISE INS ELEND – Tag 5

Noch beim Frühstück erreichen uns neue Horror-Nachrichten aus der Klinik: den beiden Welpenmädchen geht es sehr schlecht. Sie sind sehr schwach und verweigern das Fressen.
Wir sind am Boden zerstört, der Schock sitzt tief.
Ursache dafür ist eine Anämie, in dem Alter lebensgefährlich.
Unser wunderbarer Alf wird ihnen Blut spenden. Ein Arzt kommt mit einer Helferin ins Shelter und „lässt Alf zu Ader“. Er macht das ganz toll und wir kämpfen mit den Tränen, als wir sehen, dass dieser wunderbare Hund die gesamte Prozedur völlig ruhig über sich ergehen lässt.

Dann wird die Bluttransfusion in die Klinik gebracht und den beiden kleinen Mädchen verabreicht.

Es geht ihnen besser, aber sie schweben in Lebensgefahr.
Claudia holt sie abends nach Hause zu sich in die Welpenstube.

Odin bekommt seine Spritze und macht einen munteren Eindruck.Er scheint der erste vegane Hund zu sein, wie auf einem Foto zu sehen ist.

Wir haben einen festen Termin mit dem Vermieter der Hallen. Wir brauchen mehr Platz und er will ihn uns nicht so gerne geben, weil er dann Probleme mit seiner Traktordurchfahrt bekommt. Aber unsere Vorsitzende verhandelt hart und wir bekommen ein Stück Außengelände dazu. Der Vermieter auf der anderen Seite ist damit einverstanden, verlangt aber einen Sichtschutz und einen weiteren Zaun.
Es ist ein riesiges Stück zwischen zwei Hallen, dass wir noch perfekt einzäunen müssen
Wieder geht es in den Baumarkt, wir besorgen alles, was noch nötig ist und zusammen mit den gestern gekauften Sachen werden wir das schnell umsetzen.
Im neu geschaffenen Seiteneingang legen wir auch noch Stroh aus, damit unsere Schätze dort etwas wärmer liegen, als auf dem nackten und doch ziemlich kalten Boden.
Die wärmenden Hütten gefüllt mit warmen Decken, unterlegt mit Stroh werden von den Hunden sofort angenommen. Sie toben und rasen herum, obwohl es wieder geschneit hat und es sehr kalt ist.

Wir holen tief Luft und stellen die Gruppen nochmal neu zusammen, denn durch den vergrößerten Auslauf können wir in der Halle ein paar Gehege vergrößern, sodass die Hunde dort auch mehr Bewegung haben.
Wir müssen die neuen Rudel natürlich im Auge behalten, denn ob sie sich verstehen, kristallisiert sich erst mit der Zeit heraus.

Endlich haben wir uns eine Herzensangelegenheit erfüllt: Die Hunde, die schon lange im Shelter sitzen und nicht so gut mit den anderen zurecht kommen, haben wir in Einzelspaziergängen ausgeführt. Wir konnten sie außerhalb des Shelters sogar von der Leine lassen und sie blieben in unserer Nähe.
Das sind die Momente, in denen wir mit den Tränen der Rührung kämpfen.

Am Abend treffen wir uns mit unserem rumänischen Team in unserer Pension, essen gemeinsam und planen den nächsten Tag.
Langsam macht sich Erschöpfung breit.

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