TAG 1 – Sonntag 18. Juni 2017 🐕🐕RUMÄNIENREISE SHELTERBAU ++ HUNDEKNUTSCHEN ++ ERSCHÖPFUNG SCHON AM ERSTEN TAG🐕

Liebe Glücksfellchen-Freunde,

wir haben euch schon informiert, dass ein Teil unseres Teams gestern Abend nach Targu Jiu geflogen ist, um einiges an Plänen vor Ort zu verwirklichen.
Aber so einfach ist das nicht, mit dem Reisen nach Rumänien. Der Flieger hatte natürlich Verspätung und so kamen wir erst in der Nacht zu Sonntag um 2:30 Uhr in Bukarest am Flughafen an.
Mit dem Leihwagen ging es dann durch die rumänische Nacht, die deutlich dunkler ist als bei uns, nach Targu Jiu. (Straßenbeleuchtung gibt es kaum). Und in den Karpaten erinnerte so manches an Graf Dracula. Wir haben auch anders als sonst bei Tag, unterwegs keine Hunde gesehen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Pension sind wir (ohne Schlaf) direkt ins Shelter. Was wir dort gesehen haben, trieb uns die Tränen in die Augen und einen Kloß in den Hals.

Als hätten sie gewusst, dass wir kommen, standen, hüpften und liefen fast alle Hunde vor dem Tor herum. Sie wedelten mit dem Schwanz und waren völlig aufgeregt.
Genau wie wir.
Wir waren andächtig in unseren Emotionen und völlig sprachlos.
Freude, Glück und Trauer, dass wir nicht noch mehr Hunde retten können, all diese Gefühle kämpften miteinander in jedem von uns.

Zu sehen, dass sie das Prinzip des „Open Shelter“, das wir zusammen mit unseren rumänischen Tierschützern umgesetzt haben, so gut annehmen, war für uns Bestätigung genug.
Bestätigung dafür, dass wir nicht umsonst arbeiten.
Bestätigung dafür, dass sich die Plackerei lohnt.
Bestätigung dafür, dass wir im Sinne der Hunde handeln.
Bestätigung dafür, dass wir zu Recht daran festhalten, ein neues modernes Shelter zu bauen.
Bestätigung dafür, dass die Hunde in Sicherheit dort leben können.

Viorel und Dorinel, unsere beiden Herzenspfleger, kümmern sich so liebevoll um all die geschundenen Seelen, die langsam aufleben, dass wir ihnen gar nicht genug danken können.

Und damit diese beiden wundervollen Menschen die Möglichkeit bekommen, sich menschenwürdig dort aufhalten zu können, ist unsere erste Aktion am Montag, ihnen einen Aufenthaltsraum zu bauen.
Bisher haben sie keine Möglichkeit, sich irgendwo hinzusetzen, einen Kaffee zu trinken, ihr Pausenbrot zu essen oder einfach mal zu verschnaufen.
Das haben sie bisher immer auf einer der Hundehütten getan. Ein unmöglicher Zustand.
Morgen bekommen sie im Shelter in einer der Hallen einen Aufenthaltsraum von unseren zwei männlichen Begleitern gebaut. Verdientermaßen. Im Sommer gibt es dann etwas Schutz vor der Hitze und im Winter mithilfe unseres Generators etwas Schutz vor der eisigen Kälte.

Zwei unserer Adoptanten begleiten uns. Für uns war es eine Herzenssache, sie mitzunehmen, denn wir haben gesehen, was es in ihnen bewegt hat, die Hunde zu sehen, das desolate Shelter zu begutachten und zu erleben, was wir mit unserer Arbeit bewirken.

Aber wir sind ganz vom Thema abgekommen. Als wir das Tor durchschritten und bei den Hunden angekommen waren, rollten uns die Tränen über die Wangen. Wir alle haben uns auf den Boden zu den Hunden gesetzt und gestreichelt, liebkost, gelockt, gefüttert, ach einfach geliebt.
Der heutige Tag gehörte nur den Hunden. Wir haben Fellpflege betrieben, und wieder gekuschelt und ununterbrochen Hunde gestreichelt, die sich an uns gedrückt haben.
Und dann zu sehen, wie die ängstlicheren unter ihnen innerhalb von einer halben oder maximal einer Stunde ihre Zurückhaltung überwinden und auch mit uns kuschelten, war für heute das größte Geschenk nach der langen Reise und der schlaflosen Nacht.

Einen schrecklichen Wehrmutstropfen gibt es auch. Die Fahrt von der Pension ins Shelter war grauenvoll. Denn inzwischen war es hell draußen und wir konnten alles sehen.
So viele Streuner am Straßenrund, Mütter mit dickem Gesäuge, totgefahrene Hunde und vor Erschöpfung verendete Hundebabys.
Unsere Schreie über dieses Elend waren stumm und nach innen gerichtet.
Keiner dieser lebenden Hunde hatte Vertrauen zu uns und uns ist es nicht gelungen, auch nur einen von ihnen zu retten.

So kann man helfen:
Hannoversche Volksbank
IBAN: DE84251900010687242500
BIC: VOHADE2HXXX
Paypal:
gluecksfellchen@web.de oder den blauen Button anklicken

Posted in Reiseberichte, Startseite.