Über uns

Glücksfellchen Tierhilfe arbeitet im nationalen und internationalen Tierschutz. In Deutschland haben wir ein Netz von geprüften Pflegestellen aufgebaut, in denen Hunde aus Rumänien aufgenommen und auf die Vermittlung vorbereitet werden können. Diese Pflegestellen werden auch in Anspruch genommen, wenn eine medizinische Versorgung in Rumänien nicht gegeben, das Tier aber transportfähig ist.

Die rumänischen Hunde, die wir betreuen, befinden sich in einem akzeptablen Tierheim in der Nähe von Targu Jiu, das wir in Zusammenarbeit mit dem rumänischen Tierschutzverein „Happy Paws“ in den alten Hallen einer ehemaligen Schweinemastanlage errichtet haben.

Es werden ständig 180 bis 220 Hunde beherbergt, die wir von den Straßen rund um Targu Jiu retten. Wenn wir das nicht tun, werden diese Hunde von staatlichen Tierfängern in öffentliche Tierheime „verbracht“, dort 14 Tage „verwahrt“, um dann getötet zu werden.

Oft werden die Hunde auch auf offener Straße überfahren, ohne Rücksicht darauf, ob es sich um säugende Mütter oder Welpen handelt. Die Hunde werden medizinisch versorgt, geimpft, gechipt, regelmäßig entwurmt und natürlich erhalten sie regelmäßig Futter.

Wir versuchen, das Prinzip des „Open Shelter“ umzusetzen. Dies bedeutet, dass die Hunde tagsüber nicht mehr in einzelnen kleinen Zwingern verharren müssen, sondern dass wir große Gehege schaffen, in denen sie sich frei bewegen können. Zusätzlich werden, sobald unsere Mitarbeiter vor Ort sind, alle Hallen geöffnet und die Hunde können sich draußen zwischen den eingezäunten Bereichen aufhalten. Lediglich abends müssen sie wieder hinein, weil wir keine Aufenthaltsmöglichkeiten für unsere Helfer vor Ort während der Nacht haben.

Rund um das Tierheim haben wir Futterstellen für die Streuner eingerichtet, die sich mit ihrem „freien“ Leben arrangiert haben. Seit dem letzten Winter stehen auch einige Hundehütten zur Verfügung. In diesem Bereich bewegen sich etwa 100 Hunde. Sie werden regelmäßig von uns entwurmt und wenn nötig, auch medizinisch versorgt.

Um ein weiteres wildes Vermehren zu verhindern, haben wir im Jahr 2016 über 400 Streuner kastrieren lassen. Damit sind nicht die im Shelter lebenden gemeint, sondern Streuner, die wir von der Straße in die Kastrationsmobile bringen und hinterher wieder freilassen dürfen. Das ist normalerweise in Rumänien gesetzeswidrig, denn kastrierte Tiere dürfen nicht mehr freigelassen werden, doch wir konnten mit den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden Sonderregelungen treffen und sind nun befugt, diese Tiere wieder freizulassen. Das Problem der Welpenschwemme kann nur durch weitere umfangreiche Kastrationsaktionen verkleinert werden. Deshalb organisieren wir auch zukünftig jährlich mehrere Projekte vor Ort, um neues Leid durch eine Geburtenflut zu verhindern. Kastration ist die einzige wirksame Möglichkeit, das Tierleid auf den Straßen langfristig zu reduzieren.

Einen weiteren Erfolg haben wir in Rovinari errungen. In einem Gebäude einer stillgelegten Mine dürfen die Streuner rund um das Minengelände kastriert werden. Diese kastrierten Hunde dürfen dann auf dem Minengelände verbleiben und werden dort sogar gefüttert. Auch diese Vereinbarung schützt die Hunde vor den öffentlichen Tierfängern.

In Rumänien leisten wir ständig Aufklärungsarbeit: Der verantwortungsvolle Umgang mit Tieren hat für uns oberste Priorität.

Dazu versuchen wir, Nachbarn und Freunde vor Ort in unsere Arbeit einzubeziehen und die Bürgermeister für unsere Idee von „nachhaltigem Tierschutz“ zu gewinnen.

Wir verhandeln mit den zuständigen Behörden vor Ort, um den Streunern bessere Bedingungen zu verschaffen.

Ein großes Projekt sehen wir auch in der Information in Schulen in Rumänien und in Deutschland, damit Kinder und Jugendliche einen Einblick in den Tierschutz und in den respektvollen Umgang mit Tieren im allgemeinen bekommen.

Durch Informationsstände auf themengerechten Veranstaltungen versuchen, wir ein bleibendes Bewusstsein bei Groß und Klein gegenüber Tierleid zu schaffen.

Gut sozialisierte Hunde vermitteln wir nach einem „Homecheck“ in Familien nach Deutschland.

Besonders am Herzen im Inlandstierschutz liegt uns die Aufnahme von Hunden aus privaten Haushalten, die aus verschiedenen Gründen abgegeben werden müssen. Dadurch können wir den Tieren einen langen Tierheimaufenthalt ersparen. Die aufgenommenen Tiere haben in ihren Pflegestellen die Möglichkeit in einem Familienverband zur Ruhe zu kommen und in ihren individuellen Fähigkeiten oder mit ihren Defiziten wahrgenommen zu werden.

Zur Unterstützung der Arbeit mit den Tieren in den Pflegestellen arbeiten wir bei Bedarf mit ausgebildeten Trainern zusammen.

Es gibt eine Gruppe für unsere Adoptanten, in der sich rege ausgetauscht und über alles rund um den Hund berichtet wird. Alle zwei Monate bieten wir „Rudelspaziergänge“ an, sehen unsere Tiere wieder und haben einen guten Kontakt mit den Adoptanten.

Wir stehen trotz all unserer Einsatzbereitschaft und unserem Idealismus täglich vielen Herausforderungen gegenüber.

Die größte Herausforderung, der wir uns im Moment stellen müssen, ist finanzieller Natur.

Zusammen mit dem rumänischen Verein „Happy Paws“ planen wir ein neues, artgerechtes Tierheim.

Natürlich sind wir nach §11 TSchG berechtigt, den Handel mit Hunden zu betreiben.